BEL AIR

Ein deutsch-niederländisches INTERREG V A-Projekt

PROJEKT

BEL AIR steht für "Bringing down Endotoxin Level in and around poultry Animal housings by Innovative technologies and Internet of Things Resources". In und um Geflügelhaltungsbetriebe soll durch eine Verminderung von Endotoxinen in der Luft ein gesünderer Lebensraum entstehen. Endotoxine entstehen beim Zerfall von Bakterien und sind bei Menschen wie Tieren für Atemwegserkrankungen und Einschränkungen der Lungenfunktion verantwortlich. Deshalb soll ein innovatives technologisches System entwickelt werden, das die Entstehung der (Endotoxin-)Emissionen an der Quelle und somit vor allem innerhalb des Stalles angeht – idealerweise bevor diese sich in der Stallluft ausbreiten. Das Projekt soll dabei in zwei Phasen aufgeteilt werden; Analyse- und Anwendungsphase. Beide Phasen sollen teilweise parallel verlaufen und aufeinander aufbauen. Zum Einsatz kommen verschiedene Technologien, die am Ende der Phasen jeweils in ein neues Produkt münden.
In der Analysephase (Phase I) haben es sich die Projektpartner zum Ziel gesetzt, mit Hilfe von vernetzten Sensoren die Herkunft und Entstehung von Endotoxinen im Stall besser verstehen zu lernen. Auf der Grundlage der im Projekt gewonnenen Daten und Erkenntnisse wird ein erstes neues Produkt entwickelt: Ein Monitoring- und Analysetool, das sogenannte Endotoxin Dashboard, welches auf innovative Art und Weise die Anzeige und Prognose von Endotoxinvorkommen im Stall ermöglichen wird. Mit Hilfe des Dashboards kann der Produktionszyklus wie aus einem Cockpit heraus manuell oder automatisch gesteuert werden, um kritische Situationen frühzeitig zu erkennen und in diesen gezielt auf eine Reduktion von Endotoxinemissionen hinzuwirken. Jeder Nutztierhalter kann das Dashboard ohne weitere Voraussetzungen für seine Arbeit verwenden.
In der Anwendungsphase (Phase II) steht die Lösung der Endotoxinproblematik an der Quelle im Fokus, indem innovative Technologien auf Geflügelbetrieben eingeführt werden und – auch auf Basis der Erkenntnisse und Ergebnisse aus Phase I – ein integrales System zur größtmöglichen Unterbindung von Endotoxinemissionen entwickelt und erprobt wird: das Endotoxin Reduction Tool.

TECHNOLOGIE

Den Kern des Projektes bilden verschiedene Technologieansätze, die allesamt während der Projektlaufzeit analysiert und angewendet werden.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf nachhaltigen Technologien, welche das Problem bereits an der Entstehungsquelle bekämpfen.

IONISIERUNG


Mit Hilfe der negativen Ionisierung wird die Stallluft durch Ionisationseinheiten geladen. Die Luftteilchen übertragen ihre Ladung dann an den Feinstaub in der Luft, der sich anschließend zu verklumpen beginnt und als grober Staub teilweise zu Boden fällt.

COLD PLASMA


Plasma besteht aus einer Ionenwolke. Bei der speziellen und neuartigen Anwendung im Geflügelstall soll die Stallluft mit der Methode schneller, kalter Oxidation durch die Eliminierung von Geruchsmolekülen gesäubert werden.

PHAGEN


Über die präventive Behandlung von Tränkewasser, Futtermittel oder Einstreu durch spezielle Bakteriophagencocktails, kann das Wachstum von bestimmten Keimen in geflügelställen bereits im Ansatz massiv unterdrückt werden.

STALL-HYGIENE


Im "hygienischen Stall" sollen verschmutzte Einstreu und der Kot, die als bedeutende Quelle für die Verbreitung von Feinstaub, Endotoxinen und Ammoniak gelten, regelmäßig abtransportiert und anschließend getrocknet werden.

DASHBOARD


Durch die Analyse gesammelter Test- und Sensordaten soll mittels einesnAlgorithmus ein Dashboard entwickelt werden, welches direkt und ohne Verzögerung die Endotoxinkonzentration sichtbar machen kann.

LUFT-WÄSCHER


Mit dem 3-Stufen-Luftwäscher wird ein biologischer und ein chemischer Filter miteinander kombiniert und um ein vorgelagertes Staubfilter ergänzt. So können Endotoxine, Feinstaub und Ammoniak aus der Stallluft herausfiltert werden.

PROJEKTPARTNER

PROJEKTENDE

PROJEKTPHASEN

PROJEKTBUDGET (€)

NEWSBLOG

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PERSONEN

Folgende Ansprechpartner vom Leadpartner GIQS stehen bei Fragen zum Projekt bereit.
Das Programmmanagement liegt in Händen der Euregio Rhein-Waal.
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Projektmanager

TIM MÄKELBURG

Tim koordiniert das BEL AIR-Projekt inhaltlich und ist genereller Ansprechpartner.

GIQS e.V. - Geschäftsstelle Gronau
Enscheder Straße 362
48599 Gronau

Telefon: +49 (0)2562 702-58
Mobil: +49 (0)179 110 5976
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Managerin Finanzen & Administration

KARIN BRIL

Karin ist administrative und finanzielle Ansprechpartnerin für alle Projektpartner.

GIQS e.V. - Geschäftsstelle Kleve
Boschstraße 16
47533 Kleve

Telefon: +49 (0)2821 894 4034
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Büromanagerin

JASMIN LOTT

Jasmin ist Büromanagerin und Ansprechpartnerin für alle deutschen Partner zu finanziellen Fragen.

GIQS e.V. - Geschäftsstelle Rheinbach
Marie-Curie-Straße 3
53359 Rheinbach

Telefon: +49 (0)2226 87-1030
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Regionales Programmmanagemnt

EUREGIO RHEIN-WAAL

Die Euregio Rhein-Waal ist von seiten des INTERREG-Programms als regionales Programmmanagement für das BEL AIR-Projekt zuständig.

Emmericher Straße 24
47533 Kleve

Telefon: +49 (0)2821 79 30 0

PARTNER

Neben dem Leadpartner GIQS e.V. sind insgesamt acht Partner aus der deutsch-niederländischen Grenzregion am Projekt beteiligt.

KO-FINANZIERS

Das Projekt BEL AIR wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des niederländischen Wirtschaftsministeriums, des MWIDE NRW und der Provinzen Gelderland, Limburg und Noord-Brabant mitfinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.

KONTAKT

Wenn Sie Fragen oder Anregungenzum Projekt haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt zum Leadpartner GIQS e.V. auf.

nVerwenden Sie das folgende Kontaktformular und schicken Sie Ihre Nachricht an GIQS.
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